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Halsschild und Flügeldecken sind mit gelblichen Haaren bedeckt. Auf den Flügeldecken der Weibchen befinden sich mehrere parallel verlaufende Punktreihen. Der Halsschild ist deutlich schmäler als die Flügeldecken und weist unter der Behaarung eine netzförmige Skulpturierung mit groben Punkten auf. Die Antennen sind recht lang eine Fühlerkeule wird nicht ausgebildet.
Der Gelbbraune Diebkäfer benötigt zur Entwicklung kühlere und relativ feuchte Bedingungen. Der Entwicklungszyklus der Art beträgt in Mitteleuropa unter Freilandbedingungen normalerweise ein Jahr, da bei den Larven bei Temperaturen unter 20°C eine Entwicklungspause einsetzt. Die Käfer schlüpfen meist im Spätsommer oder im Herbst.
Der Gelbbraune Diebkäfer verursacht an einer Reihe von Vorräten tierischer und pflanzlicher Herkunft ähnliche Schäden wie der Kräuterdieb (Ptinus fur), mit dem er oft auch gemeinsam vorkommt. Häufig ist der Gelbbraune Diebkäfer an Kamillentee, getrockneten Pilzen, Trockenfrüchten, Samen, Kakao, Federn, Häuten oder Büchern zu finden. Im Freien ist die Art unter anderem in Vogelnestern zu finden. Eine Entwicklung kann aber sogar in Rattenkot erfolgen. Der Gelbbraune Diebkäfer wird meist mit befallenen Lebensmitteln verschleppt. In Warenlagern kann befallene Ware mit Phosphorwasserstoff, Kohlendioxid und Stickstoff begast werden. Im Haushalt sollte Ware, die vom Gelbbraunen Diebkäfer befallen ist, schnell und gründlich entsorgt werden. Sämtliche Entwicklungsstadien werden bei sehr hohen oder besonders tiefen Temperaturen abgetötet. Es bieten sich sowohl eine Hitzebehandlung (60°C für mindestens eine Stunde) als auch eine Kältebehandlung (- 20°C für zwei Wochen) an.
Der Gelbbraune Diebkäfer kann im Haushalt beispielsweise mit dem Präparat Killgerid Gold von MC bekämpft werden. Der Wirkstoff fossiles Plankton beschädigt die Wachsschicht auf der Körperoberfläche der Käfer und führt auf diese Weise zum Austrocknen der Insekten. Der Einsatz des Präparates ist für Menschen und Haustiere vollkommen ungefährlich. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet das für Menschen und Haustiere ebenso völlig unbedenkliche Präparat Ungeziefer-Stopp von Aeroxon. Der enthaltene Wirkstoff Wasser abweisende, natürliche Kieselsäure zerstört die Kutikula (Körperoberfläche) der Tiere. Dies führt dazu, dass die Käfer austrocknen. Um seine Wirkung optimal entfalten zu können, muss das Pulver in den Versteckplätzen der Tiere ausgebracht werden. Die beiden genannten pulverförmigen Substanzen Killgerid Gold von MC und Ungeziefer-Stopp von Aeroxon lassen sich am wirkungsvollsten mit dem Druckstäuber Centrobulb der Fa. Centro Company ausbringen.
Eine direkte Bekämpfung des Gelbbraunen Diebkäfers ist auch mit dem für Menschen und Haustiere völlig ungefährlichen Präparat Bambule Insektenspray der Fa. Aries möglich, das natürliche Öle wie Teebaumöl und Neemöl enthält. Das Insektizid-Spray MC KPS 500 enthält als Wirkstoff rein pflanzlichen Pyrethrum-Extrakt. Pyrethrum wird aus Chrysanthemen-Blüten gewonnen und wurde schon in der Antike als natürliches Insektenvernichtungsmittel verwendet. Das Kontaktgift wirkt auf das Nervensystem der Käfer und ruft zunächst eine starke Erregung hervor. Später folgen Koordinationsstörungen, Lähmung und schließlich der Tod. Das Produkt Ungezieferspray Universal von Frunol Delicia enthält neben Natur-Pyrethrum als weiteren Wirkstoff Chlorpyrifos. Chlorpyrifos gehört in die Gruppe der organischen Phosphorsäureester und schädigt u. a. das Nervensystem der Insekten. Durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden, was zu einer dauernden Stimulation der betroffenen Muskulatur führt. Als zusätzliche Komponente enthält das Präparat die Substanz Piperonylbutoxid. Es handelt sich hierbei um einen so genannten Synergisten, der die Wirkungsdauer des Pyrethrums verlängert. Das von uns angebotene Blattanex Spezialspray der Fa. Bayer enthält als Wirkstoffe das Carbamat Propoxur, sowie die synthetischen Pyrethroide Transfluthrin und Cyfluthrin. Alle 3 Substanzen wirken auf das Nervensystem des Gelbbraunen Diebkäfers. Blattanex Ungezieferstaub von Bayer gehört zu den pulverförmigen Kontaktinsektiziden. Es zeichnet sich durch eine recht lange Wirkungsdauer aus und enthält den Wirkstoff Propoxur. Propoxur gehört in die Stoffklasse der Carbamate und schädigt das Nervensystem der Schadinsekten. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den eingesetzten Präparaten zu vermeiden.
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