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Charakteristisch sind auch die scherenförmigen Mundwerkzeuge, die als Cheliceren bezeichnet werden. Der farblose Körper der Käsemilbe erreicht eine Länge von bis zu 0,7 mm. Beine und Mundwerkzeuge erscheinen dagegen bräunlich. Auf der Köperoberfläche fallen einige lange und relativ glatte Borsten auf. Am Hinterende befinden sich 8 lange Schlepphaare, wodurch die Art leicht mit der Modermilbe verwechselt werden kann. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven besitzen lediglich 3 Laufbeinpaare. Die späteren Stadien, die als Nymphen bezeichnet werden, weisen dagegen 8 Beine auf und ähneln bereits weitgehend den geschlechtsreifen Milben. Die Entwicklung der Käsemilbe kann bei Temperaturen zwischen 0 und 36°C, sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von mehr als 65 % stattfinden. Bei einer Temperatur von 23°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 87 % ist der Entwicklungszyklus vom Ei bis zur geschlechtsreifen Milbe bereits nach 15 bis 18 Tagen abgeschlossen. Unter mitteleuropäischen Bedingungen ist eine Überwinterung im Freiland durchaus möglich.
Wie der Name schon andeutet, lebt die Käsemilbe v. a. an Käse. Außer an Käse wurde die Art auch schon an Getreide, Mehl, Früchtebrot, alten Honigwaben, Hundefutter, unter Baumrinde, in Nagerbauten und Insektensammlungen gefunden. Zu einer Massenvermehrung kommt es v. a. an feuchtem Lagergetreide, das von Schimmelpilzen befallen ist. Die Käsemilbe wird zu den Hygieneschädlingen gerechnet. Der Verzehr der Milben kann zu Magen-Darm-Problemen führen. Außerdem können der Kot der Tiere, sowie die bei der Häutung zurückbleibenden leeren Hüllen Allergien auslösen. Die Käsemilbe reagiert gegenüber Licht und v. a. Trockenheit relativ empfindlich. So können Nahrungsmittel bei einer Substratfeuchte von 13 bis 14 %, bzw. einer relativen Luftfeuchtigkeit von weniger als 60 % nicht besiedelt werden. Demzufolge lässt sich ein Befall mit der Käsemilbe zuverlässig verhindern, wenn Nahrungsmittel so gelagert werden, dass sich keine Schimmelpilze bilden können. Dies gilt sowohl für den Privathaushalt, als auch für die Lebensmittelverarbeitende Industrie. Bei Befall von Lagergut kann eine direkte Bekämpfung der Käsemilben mit verschiedenen gasförmigen Akariziden wie Stickstoff, Kohlendioxid, Phosphorwasserstoff und Sulfuryldifluorid vorgenommen werden.
Tritt die Käsemilbe im Haushalt auf, sollten befallene Lebensmittel schnell und gründlich entsorgt werden. Von einem Verzehr der Lebensmittel ist abzuraten. Gefäße, in denen Lebensmittel mit Milbenbefall gelagert wurden, müssen gründlich desinfiziert werden. Das gleiche gilt für die entsprechenden Vorratsschränke. Hier können Oberflächen mit Insektizid-Sprays behandelt werden, wobei eine Kontamination der dort gelagerten Lebensmittel unbedingt ausgeschlossen werden muss. Völlig ungefährlich für Menschen und Haustiere ist das von uns vertriebene Bambule Insektenspray der Fa. Aries, das natürliche Öle wie Teebaumöl und Neemöl enthält. Das Insektizid-Spray MC KPS 500 enthält als Wirkstoff rein pflanzlichen Pyrethrum-Extrakt. Pyrethrum wird aus Chrysanthemen-Blüten gewonnen und wurde schon in der Antike als natürliches Insektenvernichtungsmittel verwendet. Das Kontaktgift wirkt auf das Nervensystem der Milben und ruft zunächst eine starke Erregung hervor. Später folgen Koordinationsstörungen, Lähmung und schließlich der Tod. Das Produkt Ungezieferspray Universal von Frunol Delicia enthält neben Natur-Pyrethrum als weiteren Wirkstoff Chlorpyrifos. Chlorpyrifos gehört in die Gruppe der organischen Phosphorsäureester und schädigt u. a. das Nervensystem der Käsemilbe. Durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden, was zu einer dauernden Stimulation der betroffenen Muskulatur führt. Als zusätzliche Komponente enthält das Präparat die Substanz Piperonylbutoxid. Es handelt sich hierbei um einen so genannten Synergisten, der die Wirkungsdauer des Pyrethrums verlängert. Das von uns angebotene Blattanex Spezialspray der Fa. Bayer enthält als Wirkstoffe das Carbamat Propoxur, sowie die synthetischen Pyrethroide Transfluthrin und Cyfluthrin. Alle 3 Substanzen zielen auf das Nervensystem der Milben.
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