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Der Halsschild ist deutlich schmäler als die Flügeldecken und weist zwei Längsverlaufende Wülste auf, die von gelblichen Haaren besetzt sind. Auf den Flügeldecken befinden sich mehrere Längslinien, die aus zahlreichen, voneinander abgesetzten Punkten bestehen. Außerdem fallen auf den Flügeldecken jeweils zwei längliche, helle Flecke auf. Die Antennen sind recht lang eine Fühlerkeule wird nicht ausgebildet. Nur die Männchen können fliegen, da bei den Weibchen die Hinterflügel reduziert sind. Die weißlichen Larven haben eine gedrungene, engerlingsartige Gestalt und sind mäßig mit gelblichen Haaren besetzt. Die Puppe ist gelblich-weiß gefärbt und liegt in einem eiförmigen Kokon aus Spinnfäden. Das Weibchen dieser relativ kältetoleranten Art legt bis zu 40 Eier an das Brutsubstrat ab. Unter optimalen Bedingungen dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer etwas mehr als 4 Monate. Sinkt die Temperatur unter 10°C, so entwickeln sich die Larven nicht weiter. Sowohl Käfer, als auch Larven sind in der Lage zu überwintern. Nach dem Schlupf leben die Käfer noch bis zu 9 Monate.
Die Art gilt als Vorrats- und Materialschädling, da Larven und Käfer u. a. Getreide, Getreideprodukte, Backwaren, Tabak, Tee, Sämereien, Pfeffer, Paprika, Kakao, Leder, Federn, Pelze sowie geräucherte Wurst- und Fleischwaren befallen. Schlimmer noch als die Fraßtätigkeit der Tiere wirkt sich die Verunreinigung der befallenen Ware mit Kot und den bandförmigen Spinnfäden aus. Aufgrund der Abgabe von Spinnfäden durch die Larven kommt es zu einem Verklumpen des Brutsubstrats, das stark an einen Befall durch vorratsschädliche Motten erinnert. Die Larven können auf der Suche nach einem geeigneten Platz zur Verpuppung Lebensmittel-Verpackungen durchlöchern und so zusätzlichen Schaden anrichten. Wenn sich Larven an Tapetenkleister entwickeln, durchlöchern die schlüpfenden Käfer die Tapete. Der Kräuterdieb wird meist mit befallener Ware verschleppt. In Warenlagern kann befallene Ware mit Phosphorwasserstoff, Kohlendioxid und Stickstoff begast werden. Im Haushalt sollte Ware, die vom Kräuterdieb befallen ist, schnell und gründlich entsorgt werden. Sämtliche Entwicklungsstadien werden bei sehr hohen oder besonders tiefen Temperaturen abgetötet. Es bieten sich sowohl eine Hitzebehandlung (60°C für mindestens eine Stunde) als auch eine Kältebehandlung (- 20°C für 3 Tage) an.
Der Kräuterdieb kann im Haushalt beispielsweise mit dem Präparat Killgerid Gold von MC bekämpft werden. Der Wirkstoff fossiles Plankton beschädigt die Wachsschicht auf der Körperoberfläche der Käfer und führt auf diese Weise zum Austrocknen der Insekten. Der Einsatz des Präparates ist für Menschen und Haustiere vollkommen ungefährlich. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet das für Menschen und Haustiere ebenso völlig unbedenkliche Präparat Ungeziefer-Stopp von Aeroxon. Der enthaltene Wirkstoff Wasser abweisende, natürliche Kieselsäure zerstört die Kutikula (Körperoberfläche) der Tiere. Dies führt dazu, dass die Käfer austrocknen. Um seine Wirkung optimal entfalten zu können, muss das Pulver in den Versteckplätzen der Tiere ausgebracht werden. Die beiden genannten pulverförmigen Substanzen Killgerid Gold von MC und Ungeziefer-Stopp von Aeroxon lassen sich am wirkungsvollsten mit dem Druckstäuber Centrobulb der Fa. Centro Company ausbringen.
Eine direkte Bekämpfung des Kräuterdiebs ist auch mit dem für Menschen und Haustiere völlig ungefährlichen Präparat Bambule Insektenspray der Fa. Aries möglich, das natürliche Öle wie Teebaumöl und Neemöl enthält. Das Insektizid-Spray MC KPS 500 enthält als Wirkstoff rein pflanzlichen Pyrethrum-Extrakt. Pyrethrum wird aus Chrysanthemen-Blüten gewonnen und wurde schon in der Antike als natürliches Insektenvernichtungsmittel verwendet. Das Kontaktgift wirkt auf das Nervensystem der Käfer und ruft zunächst eine starke Erregung hervor. Später folgen Koordinationsstörungen, Lähmung und schließlich der Tod. Das Produkt Ungezieferspray Universal von Frunol Delicia enthält neben Natur-Pyrethrum als weiteren Wirkstoff Chlorpyrifos. Chlorpyrifos gehört in die Gruppe der organischen Phosphorsäureester und schädigt u. a. das Nervensystem der Insekten. Durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden, was zu einer dauernden Stimulation der betroffenen Muskulatur führt. Als zusätzliche Komponente enthält das Präparat die Substanz Piperonylbutoxid. Es handelt sich hierbei um einen so genannten Synergisten, der die Wirkungsdauer des Pyrethrums verlängert. Das von uns angebotene Blattanex Spezialspray der Fa. Bayer enthält als Wirkstoffe das Carbamat Propoxur, sowie die synthetischen Pyrethroide Transfluthrin und Cyfluthrin. Alle 3 Substanzen wirken auf das Nervensystem des Kräuterdiebs. Blattanex Ungezieferstaub von Bayer gehört zu den pulverförmigen Kontaktinsektiziden. Es zeichnet sich durch eine recht lange Wirkungsdauer aus und enthält den Wirkstoff Propoxur. Propoxur gehört in die Stoffklasse der Carbamate und schädigt das Nervensystem der Schadinsekten. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den eingesetzten Präparaten zu vermeiden.
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