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Bei der Pharaoameise handelt es sich um eine Art mit extrem kleinen Arbeiterinnen. Die Pharaoameise bevorzugt warme Plätze mit einer Durchschnittstemperatur von mehr als 26°C. Regelmäßig werden Lebensmittelverarbeitende Betriebe, Gaststätten oder gar Krankenhäuser besiedelt, wo die Tiere im Sinne des § 13 Bundesseuchengesetz gefährlich werden, da sie eine Vielzahl von Krankheitskeime übertragen können. Nachgewiesen wurden u. a. die Übertragung von Salmonellen, Streptokokken und Staphylokokken. Ernstzunehmende wirtschaftliche Schäden richten die Tiere an, wenn sie in elektrische Geräte wie PC`s eindringen und es dadurch zu Kabelbränden kommen kann.
Die Kolonien der Pharaoameise bestehen aus einer Vielzahl von Arbeiterinnen und bis zu 2.000 Königinnen. Die Koloniegründung erfolgt meist durch die Bildung von Zweignestern. Die Ernährung der Art ist ausgesprochen vielseitig. Es werden sowohl eiweißhaltige, als auch kohlehydratreiche Nahrungsquellen genutzt. Aufgrund der Winzigkeit der Arbeiterinnen wird ein Befall meist erst dann erkannt, wenn die Tiere in Massen auftreten. Die Verschleppung kleiner Völker kann z. B. durch Lebensmittel, Tierfutter oder sogar Wäsche aus der Wäscherei erfolgen.
Bekämpfungsmaßnahmen sind nur dann erfolgreich, wenn das gesamte Befallsareal über einen längeren Zeitraum behandelt wird und so einer Neuinfektion vorgebeugt werden kann. Um Kolonien der Pharaoameise in schwer zugänglichen Bereichen zu bekämpfen, können Kontaktinsektizide wie das Blattanex Ameisenspray von Bayer eingesetzt werden. Das Produkt enthält als Wirkstoff das synthetische Pyrethroid Cypermethrin. Cypermethrin wirkt als Kontaktgift, das beim Insekt eine starke Erregung, Lähmung und später den Tod hervorruft. Sowohl das Naturprodukt Pyrethrum, als auch die davon abgeleiteten synthetischen Pyrethroide blockieren die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen und wirken somit tödlich auf die zu bekämpfenden Pharaoameisen-Kolonien. Ebenfalls von der Firma Bayer stammt das Blattanex Spezialspray. Es enthält die Wirkstoffe Propoxur (ein Carbamat), sowie die synthetischen Pyrethroide Transfluthrin und Cyfluthrin. Alle drei Substanzen schädigen das Nervensystem der Insekten. Empore RTU von Neudorff und micro RTU von Finicon sind beides Kontaktinsektizide mit Langzeitwirkung, die sowohl auf die Strassen, als auch direkt in die Ameisennester gesprüht werden können. Beide Produkte enthalten das Kontaktgift Chlorpyrifos - ein organischer Phosphorsäureester, der das Nervensystem der Pharaoameisen durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase schädigt.
Da die Pharaoameisen-Nester meist nur schwer zu finden sind, empfiehlt sich parallel zum Einsatz von Kontaktinsektiziden die Verwendung von Fraßködern, die nach dem Prinzip „Anlocken Bekämpfen“ arbeiten. Bei dem von uns angebotenen Ameisenmittel Blattanex von Bayer handelt es sich um ein Zuckergranulat, das in der Nähe von Ameisennestern oder Ameisenstrassen ausgebracht und von den Tieren gerne angenommen wird. Der enthaltene Wirkstoff Phoxim schädigt das Nervensystem der Ameisen, indem das für die Reizübertragung wichtige Enzym Acetylcholinesterase gehemmt wird. Auch bei den Präparaten David Ameisenfrei von Frunol Delicia und Loxiran-S Ameisenmittel von Neudorff handelt es sich um Fraßköder, die sowohl als Streu- wie auch als Gießmittel eingesetzt werden können. Das in beiden Präparaten enthaltene Kontaktgift Chlorpyrifos gehört zur Gruppe der organischen Phosphorsäureester und schädigt u. a. das Nervensystem. Durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden. Phoxim und Chlorpyrifos sind prinzipiell auch für den Menschen giftig. Daher sollte man beim Ausbringen der genannten Präparate nicht essen oder trinken und sich anschließend gründlich die Hände waschen. Es empfiehlt sich, die aufgeführten Produkte nicht offen auszubringen, sondern in speziellen Köderdosen anzubieten. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass Haustiere die Mittel aufnehmen. Die Ameisen-Köderdose von Aeroxon, sowie die Professionelle Ameisenköderdose von MC sind bereits mit einem für Ameisen sehr attraktiven Fraßköder gefüllt, die beide das Insektizid Trichlorfon enthalten. Die hauptsächliche Wirkung dieses Organophosphats besteht in der Inhibition (Hemmung) der Acetylcholin-Esterase, eines Enzyms, das bei der Reizleitung zwischen den Nervenzellen eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus schädigt Trichlorfon direkt die Nervenzellen. Auch in der Blattanex Ameisenköderdose von Bayer befindet sich ein spezieller Fraßköder, der den Wirkstoff Phoxim enthält und von den Ameisen gerne angenommen wird. Alternativ steht auch die Detia Ungezieferköderdose von Detia zur Verfügung, in der sich ein hoch attraktiver Fraßköder mit dem bewährten Wirkstoff Chlorpyrifos befindet.
Bei einem Pharaoameisen-Befall empfiehlt sich besonders der Einsatz von Gelködern, wie dem mikroverkapselten und daher besonders Anwenderfreundlichen Lasa Gel FT 30 von aco.tec. Der hier enthaltene Wirkstoff Fenitrothion gehört zur Stoffklasse der Phosphorsäureester und unterbindet die Reizleitung im Nervensystem der Ameisen. Die Gelpunkte lassen sich überall dort anbringen, wo sich Pharaoameisen aufhalten auch in unzugänglichen Ritzen und Winkeln. Um zu verhindern, dass Haustiere oder Kinder Gelköder wie das Lasa Gel FT 30 aufnehmen, sollten diese am besten in einer verschließbaren Köderdose, wie der Ameisen Leerköderdose von Frunol Delicia ausgebracht werden. Um das Ameisenproblem dauerhaft zu beseitigen müssen die Bekämpfungs-Maßnahmen mindestens über mehrere Wochen hinweg durchgeführt werden. Damit der Köder mit dem darin enthaltenen Giftstoff auch garantiert aufgenommen wird, sind für die Dauer der Behandlung andere Nahrungsquellen möglichst auszuschließen. Falls alles optimal läuft, können Kolonien der Pharaoameise bereits nach wenigen Wochen vernichtet sein. Aber erst nach einem Jahr Bekämpfung und gleichzeitiger Kontrolle sind mit Sicherheit keine Ameisen mehr vorhanden.
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