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Die Schwarzkopfameise gehört in die Unterfamilie der Drüsenameisen (Dolichoderinae) die zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib lediglich ein Stielchenglied, den sog. Petiolus, aufweisen. Aufgrund ihrer geringen Größe und unauffälligen Färbung werden die Arbeiterinnen leicht übersehen, was der Art den englischen Trivialnamen „ghost ant“ eingebracht hat. Hinsichtlich weiterer, im Haus anzutreffender, Ameisenarten besteht für Deutschland lediglich eine Verwechslungsgefahr mit der ebenfalls sehr kleinen Pharaoameise, die allerdings der Unterfamilie Myrmicinae (Knotenameisen) angehört. Die Schwarzkopfameise ist aufgrund von Verschleppung durch den Menschen mittlerweile weltweit verbreitet. In gemäßigten Breiten ist das Vorkommen auf Gewächshäuser und beheizte Gebäude beschränkt. Den Kolonien können Tausende von Arbeiterinnen angehören. Außerdem enthalten die Kolonien mehrere Königinnen. In der Regel bewohnt ein Volk gleichzeitig mehrere Nistplätze, zwischen denen ein regelmäßiger Austausch von Individuen stattfindet. Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsbedarfs der Art sind die Arbeiterinnen häufig in der Nähe von Wasserleitungen, Toiletten oder eines Ausgusses zu finden. Als Nahrung dient hauptsächlich Honigtau, daneben werden auch Insekten verzehrt. Im Haus zeigt die Art eine Vorliebe für süße Nahrungsmittel wie Zucker, Honig oder Kuchen.
Wie die Pharaoameise gilt auch die Schwarzkopfameise als Hygieneschädling, der v. a. in Krankenhäusern und Lebensmittel verarbeitenden Betrieben bekämpft werden muss. Es ist bekannt, dass die Tiere humanpathogene Bakterien wie Staphylococcen oder Enterobacter cloacae übertragen können. Im Allgemeinen verursacht die Schwarzkopfameise ähnliche Probleme wie die Pharaoameise, weshalb auch die zu ergreifenden Bekämpfungsmaßnahmen identisch sind. Bekämpfungsmaßnahmen sind nur dann erfolgreich, wenn das gesamte Befallsareal über einen längeren Zeitraum behandelt wird und so einer Neuinfektion vorgebeugt werden kann. Um Kolonien der Schwarzkopfameise in schwer zugänglichen Bereichen zu bekämpfen, können Kontaktinsektizide eingesetzt werden, die nach Möglichkeit direkt in die Nester der Ameisen gesprüht werden sollten. Das Blattanex Ameisenspray von Bayer enthält als Wirkstoff das synthetische Pyrethroid Cypermethrin. Cypermethrin wirkt als Kontaktgift, das beim Insekt eine starke Erregung, Lähmung und später den Tod hervorruft. Sowohl das Naturprodukt Pyrethrum, als auch die davon abgeleiteten synthetischen Pyrethroide blockieren die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen und wirken somit toxisch auf die zu bekämpfenden Schwarzkopfameisen-Kolonien. Das Blattanex Spezialspray von Bayer enthält als Wirkstoffe das Carbamat Propoxur, sowie die synthetischen Pyrethroide Transfluthrin und Cyfluthrin. Alle drei Substanzen schädigen das Nervensystem der Insekten. Empore RTU von Neudorff und micro RTU von Finicon sind beides Kontaktinsektizide mit Langzeitwirkung, die sowohl auf die Strassen, als auch direkt in die Ameisennester gesprüht werden können. Beide Produkte enthalten das Kontaktgift Chlorpyrifos - ein organischer Phosphorsäureester, der das Nervensystem der Insekten durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase schädigt.
Da die Nester der Schwarzkopfameise meist nur schwer zu finden sind, empfiehlt sich parallel zum Einsatz von Kontaktinsektiziden der Einsatz von Fraßködern, die nach dem Prinzip „Anlocken Bekämpfen“ arbeiten. Bei dem von uns angebotenen Ameisenmittel Blattanex von Bayer handelt es sich um ein Zuckergranulat, das in der Nähe von Ameisennestern oder Ameisenstrassen ausgebracht und von den Tieren gerne angenommen wird. Der enthaltene Wirkstoff Phoxim schädigt das Nervensystem der Ameisen, indem das für die Reizübertragung wichtige Enzym Acetylcholinesterase gehemmt wird. Auch bei den Präparaten David Ameisenfrei von Frunol Delicia und Loxiran-S Ameisenmittel von Neudorff handelt es sich um Ameisenköder, die als Streu- oder Gießmittel eingesetzt werden können. Das in beiden Präparaten enthaltene Kontaktgift Chlorpyrifos gehört zur Gruppe der organischen Phosphorsäureester und schädigt u. a. das Nervensystem. Durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden. Phoxim und Chlorpyrifos sind prinzipiell auch für den Menschen giftig. Daher sollte man beim Ausbringen der genannten Präparate nicht essen oder trinken und sich anschließend gründlich die Hände waschen. Es empfiehlt sich die aufgeführten Produkte nicht offen auszubringen, sondern in speziellen Köderdosen anzubieten. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass Haustiere die Mittel aufnehmen. Die Ameisen-Köderdose von Aeroxon, sowie die Professionelle Ameisenköderdose von MC sind bereits mit einem für Ameisen sehr attraktiven Fraßköder gefüllt, die beide das Insektizid Trichlorfon enthalten. Die hauptsächliche Wirkung dieses Organophosphats besteht in der Inhibition (Hemmung) der Acetylcholin-Esterase, eines Enzyms, das bei der Reizleitung zwischen den Nervenzellen eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus schädigt Trichlorfon direkt die Nervenzellen. Auch in der Blattanex Ameisenköderdose von Bayer befindet sich ein spezieller Fraßköder, der den Wirkstoff Phoxim enthält und von den Ameisen gerne angenommen wird. Alternativ steht auch die Detia Ungezieferköderdose von Detia zur Verfügung, in der sich ein hoch attraktiver Fraßköder mit dem bewährten Wirkstoff Chlorpyrifos befindet.
Besonders empfiehlt sich der Einsatz von Gelködern, wie dem mikroverkapselten und daher besonders Anwenderfreundlichen Lasa Gel FT 30 von aco.tec. Der hier enthaltene Wirkstoff Fenitrothion gehört zur Stoffklasse der Phosphorsäureester und unterbindet die Reizleitung im Nervensystem der Ameisen. Die Gelpunkte lassen sich überall dort anbringen, wo sich Schwarzkopfameisen aufhalten auch in unzugänglichen Ritzen und Winkeln. Um zu verhindern, dass Haustiere oder Kinder Gelköder wie das Lasa Gel FT 30 aufnehmen, sollten diese am besten in einer verschließbaren Köderdose wie der Ameisen Leerköderdose von Frunol Delicia ausgebracht werden. Um das Ameisenproblem dauerhaft zu beseitigen müssen die Bekämpfungs-Maßnahmen mindestens über mehrere Wochen hinweg durchgeführt werden. Damit der Köder mit dem darin enthaltenen Giftstoff auch garantiert aufgenommen wird, sind für die Dauer der Behandlung andere Nahrungsquellen möglichst auszuschließen. Falls alles optimal läuft, können Kolonien bereits nach wenigen Wochen vernichtet sein. Aber erst nach einem Jahr Bekämpfung und gleichzeitiger Kontrolle sind mit Sicherheit keine Ameisen mehr vorhanden.
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