|
Im Haus treten neben Holzzerstörenden Ameisenarten wie der Rossameise und Hygieneschädlingen wie der Pharaoameise v. a. auch solche Ameisen auf, die unsere Wohnungen lediglich auf der Suche nach Nahrung betreten. Es handelt sich um einen sehr anpassungsfähigen Kulturfolger, der in Städten, Parks, Gärten, Wiesen und Ackerland weit verbreitet ist. Ältere Kolonien können mehrere 10.000 Arbeiterinnen enthalten. Allerdings lebt in jedem Nest immer nur eine einzige Königin. Die Nester werden z. T. in morschem Holz, meist jedoch im Boden angelegt. Im Sommer ernähren sich die Tiere zum großen Teil von den Ausscheidungen diverser Pflanzensaftsauger wie z. B. Blattläusen dem sog. Honigtau. L. niger-Arbeiterinnen suchen Wohnungen besonders häufig im Frühjahr auf, wenn die Nahrung im Freiland noch knapp ist. Hierbei sind auch Wohnungen, die im zweiten oder dritten Stock liegen, nicht vor den Ameisen sicher. Falls auf diesen Streifzügen eine ergiebige Nahrungsquelle ausfindig gemacht wird, kann recht schnell eine dicht belaufene Ameisenstraße zwischen Nest und Futterquelle entstehen. Im Garten kann die Art unangenehm auffallen, wenn sie ihre Nesthügel in Rasenflächen oder Beeten anlegt, bzw. Terrassen oder gepflasterte Wege unterhöhlt. Indirekt schadet L. niger auch Kulturpflanzen, indem sie die dort lebenden Blattläuse betreut und schützt. Das Anbringen von Baumleimringen der Fa. Aeroxon verhindert, dass die Ameisen zu den Blattläusen gelangen.
Will man die Tiere lediglich davon abhalten über Balkon oder Terrasse in die Wohnung einzudringen, so lassen sich Präparate einsetzen, die ätherische Öle enthalten und lediglich vergrämend, aber nicht tödlich auf die Ameisen wirken. Ameisen-Stopp flüssig von Aeroxon kann sowohl auf die Ameisenstrassen, als auch in die Nester der Tiere geträufelt werden und enthält als Wirkstoff Citronellöl. Ganz ähnlich in der Wirkungsweise ist das Ameisen-Stopp Pulver von Aeroxon, das als wirksame Bestandteile Nelkenöl, Minzöl und Citronella enthält. Sowohl das Flüssigpräparat, als auch das Streupulver sind für Menschen und Haustiere völlig ungefährlich.
Wegameisen lassen sich sehr gut mit Fraßködern bekämpfen, die nach dem Prinzip „Anlocken Bekämpfen“ arbeiten. Bei dem von uns angebotenen Ameisenmittel Blattanex von Bayer handelt es sich um ein Zuckergranulat, das in der Nähe von Ameisennestern oder Ameisenstrassen ausgebracht und von den Tieren gerne angenommen wird. Das Produkt kann aber auch in Wasser aufgelöst und direkt in die Nester gegossen werden. Der enthaltene Wirkstoff Phoxim schädigt das Nervensystem der Ameisen, indem das für die Reizübertragung wichtige Enzym Acetylcholinesterase gehemmt wird. Die Blattanex Ameisen-Pipette von Bayer wurde entwickelt, um das Gießmittel zielgenau selbst in kleine Nesteingänge von Ameisennestern zu füllen. Auch bei den Präparaten David Ameisenfrei von Frunol Delicia und Loxiran-S Ameisenmittel von Neudorff handelt es sich um Ameisenköder, die als Streu- oder Gießmittel eingesetzt werden können. Das in beiden Präparaten enthaltene Kontaktgift Chlorpyrifos gehört zur Gruppe der organischen Phosphorsäureester und schädigt u. a. das Nervensystem. Durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden. Phoxim und Chlorpyrifos sind prinzipiell auch für den Menschen giftig. Daher sollte man beim Ausbringen der genannten Präparate nicht essen oder trinken und sich anschließend gründlich die Hände waschen. Es empfiehlt sich die aufgeführten Produkte nicht offen auszubringen, sondern in speziellen Köderdosen anzubieten. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass Haustiere die Mittel aufnehmen. Die Ameisen-Köderdose von Aeroxon, sowie die Professionelle Ameisenköderdose von MC sind bereits mit einem für Ameisen sehr attraktiven Fraßköder gefüllt, die beide das Insektizid Trichlorfon enthalten. Die primäre Wirkung dieses Organophosphats besteht in der Inhibition (Hemmung) der Acetylcholin-Esterase, eines Enzyms, das bei der Reizleitung zwischen den Nervenzellen eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus wirkt Trichlorfon neurotoxisch. Auch in der Blattanex Ameisenköderdose von Bayer befindet sich ein spezieller Fraßköder, der den Wirkstoff Phoxim enthält und von den Ameisen gerne angenommen wird. Alternativ steht auch die Detia Ungezieferköderdose von Detia zur Verfügung, in der sich ein hoch attraktiver Fraßköder mit dem bewährten Wirkstoff Chlorpyrifos befindet.
Empfehlenswert ist auch der Einsatz von Gelködern, wie dem mikroverkapselten und daher besonders Anwenderfreundlichen Lasa Gel FT 30 von aco.tec. Der hier enthaltene Wirkstoff Fenitrothion gehört zur Stoffklasse der Phosphorsäureester und unterbindet die Reizleitung im Nervensystem der Ameisen. Die Gelpunkte lassen sich überall dort anbringen, wo sich Ameisen aufhalten auch in unzugänglichen Ritzen und Winkeln. Um ein bestehendes Ameisenproblem dauerhaft zu beseitigen, müssen die Bekämpfungs-Maßnahmen längere Zeit durchgeführt werden. Damit der Köder mit dem darin enthaltenen Giftstoff auch garantiert aufgenommen wird, sind für die Dauer der Behandlung andere Nahrungsquellen möglichst auszuschließen. Um zu verhindern, dass Haustiere oder Kinder Gelköder wie das Lasa Gel FT 30 aufnehmen, sollten diese am besten in einer verschließbaren Köderdose wie der Ameisen Leerköderdose von Frunol Delicia ausgebracht werden.
Parallel zur Verwendung von Fraßködern können Kontaktinsektizide eingesetzt werden, die nach Möglichkeit direkt in die Nester der Ameisen gesprüht werden sollten. Das Blattanex Ameisenspray von Bayer ist sowohl zur direkten Bekämpfung, als auch zur Vergrämung von Ameisen geeignet. Es enthält als Wirkstoff das synthetische Pyrethroid Cypermethrin. Cypermethrin wirkt als Kontaktgift, das beim Insekt eine starke Erregung, Lähmung und später den Tod hervorruft. Sowohl das Naturprodukt Pyrethrum, als auch die davon abgeleiteten synthetischen Pyrethroide verfügen über einen gemeinsamen Wirkmechanismus: sie blockieren die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen. Das Blattanex Spezialspray von Bayer enthält als Wirkstoffe das Carbamat Propoxur, sowie die synthetischen Pyrethroide Transfluthrin und Cyfluthrin. Alle drei Substanzen wirken auf das Nervensystem der Insekten. Empore RTU von Neudorff und micro RTU von Finicon sind beides Kontaktinsektizide mit Langzeitwirkung, die sowohl auf die Strassen, als auch in die Nester der Ameisen gesprüht werden können. Beide Produkte enthalten das Kontaktgift Chlorpyrifos, das in die Gruppe der organischen Phosphorsäureester gehört und das Nervensystem der Insekten durch die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase schädigt. Eine Bekämpfung der Schwarzgrauen Wegameise ist auch mit dem Präparat Killgerid Gold von MC möglich. Der enthaltene Wirkstoff fossiles Plankton beschädigt die Wachsschicht auf der Körperoberfläche der Ameisen und verursacht auf diese Weise das Austrocknen der Insekten. Um seine Wirkung entfalten zu können, muss das Pulver in die Nester der Ameisen eingebracht werden. Für den Menschen und Haustiere ist das Präparat völlig ungefährlich. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet das für Menschen und Haustiere ebenso völlig unbedenkliche Präparat Ungeziefer-Stopp von Aeroxon. Der enthaltene Wirkstoff Wasser abweisende, natürliche Kieselsäure zerstört die Kutikula (Körperoberfläche) der Ameisen, was dazu führt, dass die Tiere austrocknen. Um seine Wirkung optimal entfalten zu können, muss das Pulver in den Versteckplätzen der Ameisen ausgebracht werden. Die pulverförmigen Substanzen lassen sich am besten mit dem Druckstäuber Centrobulb der Fa. Centro Company ausbringen.
|