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Die zu den Nagetieren gehörende Wanderratte ist als Krankheitsüberträger und Hygieneschädling gefürchtet. Ursprünglich stammt die Art aus Ostasien. Mittlerweile hat sich der extrem erfolgreiche Kulturfolger allerdings weltweit verbreitet. Wanderratten können bei uns höchstens noch mit der inzwischen sehr seltenen Hausratte (Rattus rattus) verwechselt werden. Hausratten bleiben kleiner als Wanderratten, haben einen wesentlich längeren Schwanz und deutlich größere Ohren.
In der Regel sind Wanderratten nachtaktiv. Die Tiere schwimmen, tauchen und klettern hervorragend. Bevorzugte Lebensräume sind Müllplätze, die Kanalisation und Gebäude aller Art, in denen die Tiere Nahrung und Versteckplätze finden. Wanderratten sind sehr vermehrungsfreudig (rund 40 Nachkommen pro Weibchen) und sorgen das ganze Jahr für Nachwuchs. Die Tiere sind Allesfresser und leben gesellig in Familienrudeln. Unbekannte Nahrung wird oft verschmäht, dieses Verhalten wird als Misoneismus bezeichnet.
Wanderratten können zahlreiche Infektionskrankheiten auf Menschen und Haustiere übertragen. Neben verheerenden Seuchen wie Pest oder Lassa-Fieber übertragen Wanderratten sehr häufig Tollwut, Salmonellen, oder Trichinen. Daneben gelten Wanderratten auch als bedeutende Wirtschaftsschädlinge, die Nahrungsmittel anfressen oder mit ihrem Kot verschmutzen. Weitere Schäden verursachen die Tiere z. B. durch das Annagen von elektrischen Leitungen.
Generell trifft man Wanderratten überall an, wo sie Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten finden. Die äußerst anpassungsfähige Art ist diesbezüglich alles andere als wählerisch. Probleme mit Ratten sind meist mit Hygieneproblemen gekoppelt. Daher muss eine erfolgreiche Rattenbekämpfung damit beginnen den Tieren Nahrung (z. B. Essensreste, Tierfutter, Lebensmittel) und Versteckplätze (Müll, Gerümpel) zu entziehen. Die eigentliche Bekämpfung kann mit vergifteten Rattenködern erfolgen, die in speziell zur Rattenbekämpfung entwickelten Köderboxen ausgebracht werden. Die von uns vertriebenen Präparate enthalten Wirkstoffe zur Blutgerinnung, die von den Ratten zusammen mit dem Köder aufgenommen werden. Mehrere Tage nach Aufnahme des Gifts sterben die Tiere an inneren Blutungen. Aufgrund der Wirkungsverzögerung können andere Gruppenmitglieder nicht gewarnt werden und fressen daher ebenfalls den vergifteten Köder. Da die Substanzen in gleicher Weise auch auf den Menschen wirken, sollte man sich nach dem Befüllen der Köderboxen unbedingt gründlich die Hände waschen. Wirkstoffe wie Difenacoum und Bromadiolon gehören zur sog. zweiten Generation der Blutgerinnungshemmer. Im Gegensatz zu Antikoagulatien der ersten Generation tritt ein Bekämpfungserfolg bei diesen Substanzen bereits dann ein, wenn die Tiere den Wirkstoff nur ein einziges Mal aufnehmen. Bei den von uns vertriebenen Präparaten ist der Wirkstoff Difenacoum in der Professional Ratten- und Mäusepaste von Detia, sowie dem Sorexa Gel von Sorex enthalten. In manchen Köderpräparaten werden Blutgerinnungshemmer auch mit Antibiotika wie Sulfonamid oder Sulfachinoxalin kombiniert. Antibiotika besitzen zwar keine direkte rodentizide Wirkung, unterstützen aber die Wirkung der Blutgerinnungshemmer, indem sie Vitamin K1-produzierende Bakterien im Darm der Ratten töten und so verhindern, dass sich die Tiere wieder erholen können. Der frunax DS Rattenfertigköder von Frunol Delicia enthält neben Difenacoum noch den Wirkstoff Sulfonamid. Im frunax DS Rattenriegel von Frunol Delicia ist Difenacoum mit dem Antibiotikum Sulfachinoxalin kombiniert. Die schimmel- und feuchtigkeitsbeständigen Köder MC Rattenköder Superblox (grün) und MC Rattenköder Superblox (rot) der Fa. Bell Laboratories enthalten beide den Wirkstoff Bromadiolon, der ebenfalls die Blutgerinnung hemmt.
Das Produkt Mäuracu Schaum von MC ist besonders geeignet für den Einsatz an schwer zugänglichen Plätzen. Der für Wanderratten und andere Nagetiere giftige Schaum bleibt bei Berührung im Fell der Tiere haften. Beim anschließenden Putzen nehmen die Nager den im Schaum enthaltenen Wirkstoff Difenacoum auf und verenden schließlich an inneren Blutungen. Geht es zunächst darum einen eventuellen Befall von Wanderratten ohne Gift-Einsatz festzustellen, sollte ein giftfreier Lockköder wie das Sakarat Monitoring Bait von MC eingesetzt werden. Es handelt sich bei diesem Produkt um einen für Ratten attraktiven Lockstoff, der in eine wachsähnliche Masse eingebettet ist.
Die offene Ausbringung von Fraßködern zur Nagerbekämpfung ist in Deutschland nicht gestattet. Um eine Vergiftung von anderen Lebewesen auszuschließen, dürfen vergiftete Fraßköder nur in Verbindung mit einer Köderstation verwendet werden. Nur auf diese Weise kann verhindert werden, dass Wildtiere, Haustiere oder Kinder den Köder versehentlich aufnehmen. Die von uns vertriebenen Rattenköderboxen der Firma MC (Ratten-Köderstation, fixierbar; Ratten-Köderstation, leicht; AF Rattenköder-Station; Rattenköder Faltschachtel; Rattentunnel Kunststoff und Rattentunnel Metall) sind so konzipiert, dass die Ratte hier ungestört vom Köder fressen kann. Die Boxen sollten an ruhigen Plätzen aufgestellt werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass Kinder oder Haustiere nicht an den Köder gelangen können. Um die Köderstationen im Außenbereich sicher zu befestigen sollte ein spezieller Erdanker (Fa. MC) eingesetzt werden.
Es empfiehlt sich, parallel zur Ausbringung von Giftködern, auch Schlagfallen wie die T-Rex Schlagfalle (Fa. Bell Laboratories) einzusetzen. Eine Lebendfalle für den Fang von Wanderratten ist die Käfig Rattenfalle der Firma MC.
Häufig gelangen Wanderratten über die Kanalisation und die Toilette in die Wohnung. Mit dem Einbau der Rattstop (WC-Sicherungsklappe) (Fa. InventTech GmbH) kann dies wirkungsvoll verhindert werden.
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