Kopfläuse bekämpfen

Kopfläuse ​können nicht springen, aber geschickt von einem Haar zum anderen klettern.

Die Kopflaus (Pediculus humans captits)

Die Kopflaus (Pediculus humanis capitis) ist ein winziges Insekt ohne Flügel. Es lebt als Parasit zwischen menschlichen Haaren. Dort ernährt es sich von winzigen Blutmengen, die aus der Kopfhaut gezogen werden. Die Kopflaus ist vor Filzlaus und Kleiderlaus die am meisten verbreitete Lausart beim Menschen. Kopflausinfektionen zählen zu den häufigsten Erkrankungen von Kindern. Bei befallenen Personen finden sich meist zehn bis zwanzig ausgewachsene Kopfläuse. 

​Bei der Kopflaus handelt es sich um einen weltweit verbreiteten Hygienschädling, der Allergien auslösen und Infektionskrankheiten auslösen kann. Seit den 1990er Jahren ist zu beobachten, dass Fälle von Kopflausbefall weltweit zunehmen. Man vermutet, dass sich Resistenzen gegenüber einigen gängigen insektiziden Mitteln gebildet haben könnten, mit denen man bisher Kopfläuse bekämpfen konnte. In vielen Fällen sind jedoch falsche Behandlung, Neuansteckung oder auch Fehldiagnosen verantwortlich.

Wie sehen ​Kopfläuse aus? 

​​​​Die erwachsene Kopflaus ist von länglich ovaler Form. Sie hat sechs Beine und ist etwa so groß wie ein Sesamkorn. Ihre Färbung reicht sie von Beige bis Grau. Nach der Aufnahme von Blut aus der Kopfhaut kann ​ihr Aussehen jedoch auch erheblich dunkler werden. Die Eier der Kopflaus sind als winzige, gelbe oder braune Punkte zu erkennen.

Wie bei anderen blutsaugende Insekten sind die Maulteile von Läusen als kurze Röhre geformt. Kleine scharfe Zähne an der Spitze fungieren als Widerhaken. Mit ihnen kann sich die Laus sich an der Haut festhalten.

Wie ​vermehren sich Kopfläuse?

Die Weibchen legen täglich sechs bis acht Eier. Im Lauf seiner Lebensdauer von etwa einem Monat kommt dabei eine Gesamtzahl von circa 200 Eiern zusammen. Diese werden fest an Kopfhaare geklebt, und zwar an der Basis in der direkten Nähe der Kopfhaut. Dort ist die Temperatur perfekt, so dass die Läuseeier warm gehalten werden, bis sie schlüpfen. Zum Festkleben kommt eine wasserunlösliche Substanz zum Einsatz. Außerdem werden die Eier mit einer Schutzschicht aus Chitin überzogen. In dieser Form werden die Eier als Nissen bezeichnet. Sie sind jetzt dunkel und schwer zu sehen. Diese Nissen finden sich vor allem an den Haaren des Hinterkopfes und hinter den Ohren. Durch Bürsten oder Schütteln können sie nicht entfernt werden.

Läuseeier schlüpfen innerhalb von 1 bis 2 Wochen. Danach sieht die verbleibende Hülle jetzt die weiß oder klar aus und ist deutlich zu erkennen. Sie verbleibt jedoch weiterhin fest mit dem Haarschaft verbunden. Da menschliche Kopfhaare etwa einen Zentimeter pro Monat wachsen, kann die vorhergehende Dauer eines Befalls daran abgeschätzt werden. Man misst dazu den Abstand zwischen der Kopfhaut und dem am weitesten entfernten Ei eines Haares. Die Zentimeterzahl entspricht dann der Befallsdauer in Monaten.

Obwohl auch erwachsene Kopfläuse winzig klein sind, können sie mit bloßem Auge erkannt werden. Die aus dem Ei geschlüpfte Kopflaus Larve, auch Nymphe genannt, ist allerdings noch einiges kleiner. Sie wächst innerhalb von 8 bis 9 Tagen zur geschlechtsreifen Laus heran, wobei sie sich mehrmals häutet. Auf die Paarung folgt nach nur 1 oder 2 Tagen die erneute Eiablage der Weibchen. Wenn Befallene nicht ihre Kopfläuse bekämpfen, wiederholt sich der gesamte Lebenszyklus alle zwei, drei oder vier Wochen. Die meisten Läuse ernähren sich mehrmals täglich von Blut. Ohne Wirt können sie bis zu zwei Tage überleben.

​​Können Kopfläuse vom Kopf fallen oder in Kindermützen leben?

​​​Bei Tieren sind Kopfläuse nicht anzutreffen. Sie haben sich spezialisiert und befallen fast ausschließlich den menschlichen Kopf. Kopfläuse am Körper sind sehr selten. Nur bei sehr starkem Befall sind sie auch in der weiteren Körperbehaarung zu finden. Auf der Kopfhaut finden sie optimale Lebensbedingungen vor. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nahrungsangebot sind in idealer Weise gegeben. Sie verlassen daher ihren unfreiwilligen Wirt nicht mehr und fallen normalerweise auch nicht aus dem Haar heraus.

Aktive Zeiten der Kopfläuse beinhalten das Nahrungsaufnahme, Paarung und bei Weibchen die Eiablage. Die meiste Zeit sind sie jedoch inaktiv. Sie sitzen ruhig und halten sich mit ihren krallenbewehrten Beinen am Haar fest. Sie sind dann entlang der Haarsträhnen zu finden, wobei ihre Köpfe zur Kopfhaut zeigen. Kopfläuse krabbeln entlang des Haarschafts leicht vorwärts und rückwärts. Darüber hinaus können sie sich seitwärts über das Haar fortbewegen. Sie zeigen dabei einen Seitwärtsgang ähnlich einer Krabbe, während sie ihre Beine von einem Haar auf ein anderes übertragen.

Kopfläuse werden in nahezu 100% aller Fälle durch direkten Kontakt von Haar zu Haar weiter gegeben. Mützen und Kleidungsstücke

​Kopfläuse Krankheiten​ und Symptome

​​​​Kopflaus Bisse gehen häufig mit starkem Juckreiz einher, der bei infizierten Personen heftiges Kratzen auslösen kann. Das Jucken ist auf eine Hautreaktion auf das Speichelsekret der Laus zurückzuführen. Manchmal treten Juckreiz und Kratzen erst nach Wochen auf, so dass der Befall möglicherweise längere Zeit unbemerkt bleibt. In diesem Fall ist das Infektionsrisiko für Menschen in der Umgebung naturgemäß nochmals deutlich erhöht. Im weiteren Verlauf Läusebefalls können Komplikationen durch bakterielle Infektionen der Haut oder Ausschläge auftreten.

​Infektionswege und Verbreitung von Kopfläusen

​​Kopflausbefall ist hoch ansteckend. Die Verbreitung findet insbesondere durch engen Körperkontakt statt. Häufig ist dies der Fall bei Kindern, die zusammen spielen oder im selben Bett schlafend. Die Parasiten können zwar weder fliegen noch springen. Jedoch können sie sich mit ihren speziell angepassten Krallen leicht zwischen Haaren bewegen und dabei auf den Kopf einer anderen Person überwechseln. De gemeinsame Verwendung von Textilien wie Handtüchern oder Mützen oder anderen Kleidungsstücken trägt ​wie erwähnt nur äußerst selten zur Verbreitung bei. ​Eher sind es noch Kamm oder Haarbürste, die mit Eiern, Nymphen oder ausgewachsenen Tieren eine Kopflaus Übertragung ermöglichen.

​Sich mit Kopfläusen anzustecken hat also nichts mit mangelnder Hygiene oder Unsauberkeit zu tun. Einmal im Haar, lassen sie sich auch durch häufiges Haarewaschen keineswegs entfernen. Nur durch gezielte Massnahmen kann man Kopfläuse bekämpfen. ​Und zugleich mussen alle Möglichkeiten einer neuen Ansteckung vermieden werden. Dies ist besonders dann nicht einfach, wenn befallene Personen gar nicht wissen, dass sie sich Läuse eingefangen haben, was durchaus vorkommen kann.

Lange Zeit wurde übersehen, dass Kopfläuse auch Krankheiten ​verbreiten können. Wie ​Forschungen an der Universität von Marseille v​or kurzem zeigten, sind jedoch zumindest Fleckfieber und 5-Tage-Fieber durch die Parasiten übertragbar. Glücklicherweise sind diese Krankheiten in Mitteleuropa selten, können aber aus anderen Teilen der Welt eingeschleppt werden. Vermutlich waren Kopfläuse auch ​an der ​mittelalterlichen Seuchenplage durch das Pestbakterium wesentlich beteiligt.

Frauenkopf, Kopfläuse und Nissen

Kopfläuse und Nissen dicht an Kopfhaut, vorwiegend Hinterkopf und hinter Ohren. Blutsaugende Parasiten, Übertragung durch Körperkontakt.

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​Kopfläuse bekämpfen

​Natürliches Mittel gegen ​Kopfläuse

Welches Kopfläuse Medikament, um Nissen und Läuse zu bekämpfen? Zur Beseitigung von Kopflausbefall werden insektizidhaltige Medikamente angewendet. Sie sind meist apothekenpflichtig oder werden vom Arzt verschrieben. Sie können Lindan oder synthetische Pyrethroide enthalten und sind absolut effektiv, wenn sie richtig angewendet werden. Es gibt aber auch sehr gut wirksame natürliche Mittel mit insektentötenden Bestandteile aus Naturstoffen wie Pyrethrum, NEEM-Extrakt oder Teebaumöl.

1.

​Person mit Befall oder Verdacht auf Befall muss unbedingt Körperkontakt und besonders Kopfkontakt vermeiden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Personen mit Kontakt müssen unbedingt mitbehandelt werden.

2.

​​Mit einen speziellen, sehr eng gezähnten Nissenkamm bzw. Läusekamm werden sowohl Läuse als auch Nissen aus den Haaren entfernt. Es werden jedoch nicht alle Parasiten damit gefunden, so dass eine zusätzliche Behandlung erforderlich ist.

3.

​​Mit einem speziell hergestellt Läuse Shampoo werden Läuse und Nissen abgetötet. Die Behandlung muß genau nach der beiliegenden Anleitung erfolgen. Im Normalfall ist zumindest eine weitere Anwendung erforderlich.

​​​Mittel gegen Kopfläuse

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​​Kopfläuse Shampoo

​Mit ​diesem Kit & Coco ​Anti Läuse Shampoo ​kann man Läuse und Nissen ab​töten. Man sollte sich bei der Anwendung streng an die beiliegende Gebrauchsanweisung halten, um erfolgreich Kopfläuse zu bekämpfen.​

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#2

​Nissen entfernen mit Läusekamm

​​Mit ​dem speziellen ​Läusekamm ist es möglich, sowohl Läuse als auch Nissen aus den Haaren zu entfernen. Im Gegensatz zu einem normalen Kamm sind die Zähne eines Läusekamms sehr viel enger. Es werden ​trotzdem normalerweise nicht alle Parasiten bzw. Nissen damit gefunden. Eine zusätzliche Behandlung mit einem Läuseshampoo ist also ​zusätzlich auf jeden Fall auch angezeigt.

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Quellen und Empfehlungen

​Krankheitsüberträger

​​​​​Ein wissenschaftlicher Artikel in "Pharmazeutische Zeitung" über die Verbreitung von Parasiten wie Kopfläusen und verschiedene Forschungsergebnisse, in denen die Bedeutung als Krankheitserreger ("Vektoren") untersucht wurde.

​​​​​Fachinformation​

​Zur Epidemiologie, Biologie, Diagnostik und Therapie von Kopfläusen bzw. Kopflausbefall ein Artikel im "Ärzteblatt".

​​​Haftungsausschluss

​Disclaimer


​Trotz sorgfältiger Recherche können ​die hier vermittelten Informationen unvollständig sein oder Fehler enthalten. ​Die Anwendung aller hier aufgeführten Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung ​liegen ausschließlich ​in der alleinigen Verantwortung der durchführenden Personen. Für etwaige Schäden aus der Anwendung ​können wir keinerlei Haftung übernehmen. ​Halten Sie Kinder und Haustiere ​von chemischen Produkten ​und Giften fern. Beachten Sie immer genau die ​Anwendungsempfehlungen der Hersteller.

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Der Autor

​​​​und Webseitenbetreiber​


​​​​Mein Name ist Uwe Kress. Ich stamme aus einer Apotheker​ Familie im ländlichen Weserbergland und ​bin ​Rehapädagoge​. ​Ich betreibe Blogs ​zu ​verschiedenen Themen,  ​die ​Ihren Alltag erleichtern und zu Ihrem Wohlbefinden beitragen sollen. Mit ​Schädlingen und lästigen Insekten​ hatte ich immer wieder zu tun, in verschiedenen Landschaften Deutschlands wie auch auf Reisen. Bei ​der notwendigen Bekämpfung von Ungeziefer liegen mir ​​Natur- und Umweltschutz sehr am Herzen.

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